COOL! VR und die Gate Control Theory of Pain

Die meisten Menschen verspüren regelmäßig Schmerzen. Wir alle haben uns den Zeh gestoßen oder uns den Kopf an eine Schranktür gestoßen. Unser erster Instinkt ist es, die schmerzende Stelle zu reiben, denn wenn wir eine schmerzende Stelle reiben, nehmen die Schmerzen ab. Dies ist das zugrunde liegende Konzept der Gate Control Theory (GCT). Gate-Control-Theorie Melzack und Wall (1965) beschrieben GCT erstmals als Schmerzmodulationssystem. Der menschliche Körper verfügt über eine Nervenversorgung, die elektrische Impulse überträgt, die als Reaktion auf Empfindungen wie Berührung oder Temperatur erzeugt werden. Diese Signale werden an das Rückenmark und das Gehirn weitergeleitet. Das Rückenmark enthält ein neurologisches Tor, das bestimmte Reize an das Gehirn zulässt oder blockiert. GCT erklärt, dass ein nicht schmerzhaftes Gefühl ein schmerzhaftes Gefühl wie eine Verbrennung oder einen Schnitt überlagern und reduzieren kann. Die GCT basiert auf einem kognitiven Verhaltensansatz zur Schmerzmodulation/-behandlung. Diese Theorie erklärt, wie auditive, visuelle, taktile, ablenkungs- und massagebasierte Interventionen Schmerzlinderung bewirken (Uma & Clement, 2020). Schmerz ist eine subjektive Empfindung, die wir wahrnehmen, und psychologische Faktoren wie Aufmerksamkeit, Verständnis, Kontrolle und Erwartungen an den Schmerz können die Stärke dieser Wahrnehmungen verändern (McGrath, 1994). Analgetische virtuelle Realität Virtual Reality (VR) wird zur Schmerzreduktion und -behandlung sowohl bei akuten als auch bei chronischen Schmerzen eingesetzt. Wie bereits erwähnt, können psychologische Faktoren wie Aufmerksamkeit einen tiefgreifenden Einfluss auf unsere Schmerzwahrnehmung haben und VR ist ein Werkzeug, das von vielen als Ablenkung von der physischen Welt verwendet wird. Mehrere Studien haben gezeigt, dass VR entweder als ergänzende Ergänzung oder als Alternative zu nicht-pharmakologischen Analgetika wirksam sein kann (Ahmadpour et al., 2019). In einer Pilotstudie des Journal of Virtual Reality haben Jones et al. (2018) fanden heraus, dass ihre Ergebnisse darauf hindeuteten, dass die VR-Sitzungen bei den Patienten mit chronischen Schmerzen eine durchschnittliche Schmerzreduktion von 66 % während der VR-Sitzung und eine 45-prozentige Reduzierung unmittelbar nach der Sitzung bewirkten. Darüber hinaus wurde berichtet, dass eine Verringerung der Schmerzen im Durchschnitt 30 Stunden nach der Sitzung anhielt.

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